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Geschichte

Kerstin und Ronald, zwei Ingenieure, bekommen ihr erstes Kind. Das möchte gerne in der Babytrage getragen werden, aber draußen ist es kalt - also wie das Kind mit unter die Jacke bekommen? Eine selbstgemachte Jackenerweiterung war die Lösung. Selbstgemacht, weil es so etwas auch mit intensiver Recherche nicht zu kaufen gab, eine klassische Marktlücke also. Aber wie die Jackenerweiterung an die Jacke bekommen? Eine schöne Herausforderung für die beiden in den mehr oder weniger langen Halbschlafphasen die ein Baby so mit sich bringt. Irgendwann kamen sie dann auf den Trick mit den Adaptern und von da an entwickelte sich die Idee einer Jackenerweiterung genauso wie unser Kind - sie wuchs und wuchs.

Als Kerstin dann auch noch dieser tolle Name einfiel - Kumja = Komm unter meine Jacke - stand einer ersten Testserie nichts mehr im Weg. Eine geeignete Näherei zu finden, war nicht allzu schwer, denn die kleine Familie war zu der Zeit in Vietnam im Auftrag der deutschen Entwicklungshilfe unterwegs. Die Sache mit den Adaptern war da schon ungleich schwieriger, aber mit viel Unterstützung der vietnamesischen Freunde gab es auch hier bald erste Prototypen.

2010 wurden dann tasächlich die ersten 200 Kumjas und 1000 Adapter geliefert. Natürlich per völlig überladenem Moped wie in Vietnam üblich. Mit Kumjas, Kind und Kegel ging es dann in den Heimaturlaub nach Deutschland, wo die ersten Vorbestellungen vorlagen. So fing alles an. Und eigentlich alles nur aus Spass und Freude an der Sache.

Während die Familie in Deutschland aus der Dachkammer heraus Versand und Verpackung übernahm, hat Kerstin in Vietnam den Telefonsupport übernommen - keine einfache Aufgabe bei 6 Stunden Zeitverschiebung. Und nach der ersten Saison war klar: Wir brauchen mehr Kumjas!

Wie gesagt, eigentlich war alles nur ein riesen Spass. Aber Kumja ist immer weiter gewachsen und irgendwann zu einem richtigen Unternehmen geworden. Der Spass ist geblieben, aber mittlerweile ist auch eine ganz schöne Portion Ernst dabei.

 

Die wichtigsten Stationen der Mamamotion Entwicklung in Kürze:

  • 2010 Unternehmensgründung, Kerstin und Ronald in Vietnam, Lutz in Deutschland, 200 Kumjas
  • 2011 Rückkehr nach Deutschland und die Entscheidung Kumja als Familienunternehmen und Haupteinnahmequelle zu betreiben. Ein Unternehmensname muss her. Irgendwas mit Bewegung... Aus dem Spassbegriff "Mulle" und "Motion" wird "Mamamotion"
  • 2012 Die ersten Geschäftsräume werden bezogen. 40m² in Hannovers Nordstadt. Versand, Verpackung, Ladengeschäft und Administration ganz kompakt und kuschelig zusammen. Gründung einer eigenen Produktionsstätte in Vietnam um Qualität und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
  • 2014 10 Mitarbeiter auf 40 m² sind nicht mehr tragbar. Umzug in den derzeitigen Unternehmenssitz - eine alte Kneipe in Hannovers Szeneviertel Linden Nord. Die Räume in der Nordstadt werden das erste Mamamotion Ladengeschäft. Das Patent für den Universaladapter "unizip" wird erteilt - einzig die finanziellen Mittel für die Umsetzung fehlen.
  • 2016 Die Winter werden immer wärmer, der Kumja-Boom lässt nach. Zeit ein zweites Standbein aufzubauen - die Entwicklung der MaMo Babytrage beginnt.
  • 2017 Eine der treuesten Mitarbeiterinnen geht nach Hamburg - eine tolle Gelegenheit zum expandieren. Mamamotion Hamburg eröffnet am 1.4.2017 in Eimsbüttel. Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit kommt die MaMo Babytrage im November 2017 auf den Markt. Die Kolleginnen in Vietnam sind mit der neuen Produktlinie an ihrer Belastungsgrenze und die Produktionsstätte wird vergrößert. Das TiMo-Projekt wird gestartet und soll eine Brücke schlagen zwischen Produktion und Endkundin.
  • 2018 Das Konzept Ladengeschäft hat regen Zulauf. Die direkte Fachberatung parallel zur Onlineplattform wird gut angenommen. Am 26.5.2018 eröffnet Mamamotion Berlin im Prenzlauer Berg.
  • 2019 Mamamotion hat rund 50 Mitarbeiter an 4 Standorten in Deutschland und 50 Mitarbeiter in der Produktion in Vietnam. Aus den 200 Kumjas am Anfang sind mittlerweile rund 25.000 jährlich geworden. Zusammen mit der MaMo Babytrage und der Handelsware anderer Hersteller erwirtschaftet das Unternehmen rund 2 Mio Euro im Jahr. Der Spass ist immer noch die Hauptmotivation. Einzig, die alte Kneipe ist schon wieder viel zu klein geworden - mal sehen wo die Reise noch hingeht.

Der Artikel von Gerd Schild in der Nido gibt weitere Einblicke... zum Download